Die luxemburgische Polizei gab Anfang Dezember 2025 bekannt, dass fünf Personen festgenommen wurden, die im Verdacht stehen, ihre Konten für kriminelle Geldströme zur Verfügung gestellt zu haben. Solche Fälle verdeutlichen, dass es sich dabei nicht um ein Kavaliersdelikt handelt und daher erhöhte Wachsamkeit notwendig ist.
Was steckt hinter dem Prinzip „Geldesel“?
Eine Person gilt als Geldesel, wenn sie Geld für Dritte entgegennimmt und weiterleitet, meist gegen eine kleine Belohnung. Was harmlos wirkt, ist in Wirklichkeit Geldwäsche.
Wichtig: Schon das Bereitstellen des Bankkontos oder der Bankkarte ist strafbar.
Wie Betrüger rekrutieren
Kriminelle nutzen zahlreiche Kanäle, um Personen als Geldesel anzuwerben:
- Soziale Netzwerke;
- Messenger-Dienste;
- Scheinjob-Angebote und Pop-up-Anzeigen;
- Direkte Ansprache per E-Mail oder im öffentlichen Raum.
Typische Lockmittel sind Versprechen wie „leichtes Geld“, „risikolose Provisionen“ oder „Verdienst ohne Aufwand“.
Warnsignale – Woran man Betrugsversuche erkennt
Misstrauen ist angebracht bei:
- „Jobs“, die einfaches Geld ohne Erfahrung versprechen;
- Aufforderungen, ein neues Bankkonto zu eröffnen;
- Aufforderungen, die Bankkarte oder die Zugangsdaten weiterzugeben;
- Angeboten, die zu gut sind, um wahr zu sein.
Rechtliche Folgen
Die Beteiligung an solchen Aktivitäten gilt als Form der Geldwäsche und kann strafrechtliche Konsequenzen haben wie z.B. eine Haft-/ oder Geldstrafe.
Schon kleine „Gefälligkeiten“ können erhebliche Auswirkungen auf die eigene finanzielle und berufliche Zukunft haben.
Was tun, wenn man betroffen ist?
Wer den Verdacht hat, in ein solches System geraten zu sein, sollte sofort:
- Bank oder Zahlungsdienstleister informieren;
- Geldtransfers stoppen und Bankkarte sofort sperren;
- Anzeige bei der Polizei erstatten.
Seien Sie kein Geldesel – es lohnt sich nicht.
Illegale Geldtransfers lassen sich nicht als „Missverständnis“ erklären. Jede Beteiligung wird strafrechtlich verfolgt. Wer den Verdacht hat, ins Visier von Betrügern geraten zu sein, sollte schnell handeln und professionelle Hilfe suchen.